Franziska für Berlin

Franziska für Berlin

Wir sind in historischen Zeiten und die bescherte den SozialdemokratInnen den wohl längsten Nominierungszeitraum für die Aufstellung einer KandidatIn für die Bundestagswahl.

Im August 2020 starteten Heiko Frost, Felix Ferber und Franziska Brzezicha mit ihren parteiinternen Bewerbungen. Damals war die Coronasituation relativ entspannt und so haben alle drei die Möglichkeit genutzt, sich im Kreis und in Flensburg bekannt zu machen und für ihre eigenen Ziel zu werben. Franziska und Felix nahmen an der Fahrradtour unseres Ortsvereins Anfang September teil. In der Strandhalle Schleswig gab es ein Wahlkreistreffen “in echt”. Doch je länger der Herbst dauerte, desto schlechter wurden die Coronawerte. Zwei bereits komplett durchgeplante Veranstaltungen zur Nominierung eines Kandidaten Mitte November und Mitte Dezember wurde jeweils kurz vor dem Datum abgesagt. Immer wieder gab es Informationsveranstaltungen – jetzt nur noch online. Heiko Frost entschied sich aufgrund seiner – auch durch Corona – angespannten Situation auf seinem Arbeitsplatz auf eine Kandidatur zu verzichten.

Nachdem Anfang des Jahres 2021 der Gesetzgeber das Wahlgesetz zur Bundestagswahl geändert hat ist es möglich, Kandidatenaufstellungen auch als Briefwahl durchzuführen. Daraufhin beschlossen die Kreisvorstände vom Kreis Schleswig – Flensburg und der Stadt Flensburg diesen Weg zu nutzen. Mehr als 1.600 GenossInnen erhielten eine Einladung zur letzten Onlinevorstellungsrunde mit Vorstellungsmaterial von Franziska und Felix. Am 27.02.2021 fand dann die erste Wahlkreiskonferenz in digitaler Form statt. Die Beteiligung war nicht so doll. Dafür war die Beteiligung an der Briefwahl enorm.

Am 12.03.21 wurden die Briefwahlumschläge von einem Teil der Mandatsprüfungs- und Zählkommission bei der Post abgeholt. Über 600 GenossInnen haben die Stimmzettel zurück geschickt. Ich nehme seit 1998 an Wahlkreiskonferenzen teil – die höchste Zahl an die ich mich erinnere ist 450. Als wir um 15 Uhr anfingen konnte man aufgrund der sehr umständlich aber so vorgeschriebenen Art der Auszählung schon ahnen, dass es etwas dauern würde. Aber Ende gut – alles gut. Um 18.45 Uhr konnte unsere Kreisvorsitzende Birte Pauls das Ergebnis bekannt geben. 337 GenossInnen hatten für Franziska Brzezicha gestimmt. Felix Ferber erhielt 195 Stimmen.

Franziska stammt gebürtig aus Niedersachsen und lebt seit einigen Jahren in Hollingstedt. Beruflich ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese in Berlin tätig. Sie kennt also einige Abläufe dort bereits und weiß wie die Fraktion arbeitet. Den Wahlkreis zu gewinnen ist sicher schwer. Doch wenn man sich die MitbewerberInnen anschaut vielleicht doch gar nicht so sehr. Die CDU Abgeordnete ist doch eher blass, sodass es bei ihrer erneuten Kandidatur sogar eine Kampfabstimmung gab. Für CDU Verhältnisse eher selten. Und der gute Robert wohnt zwar auch hier im Wahlkreis. Nur jemand der Minister oder gar Kanzler werden will hat doch für seinen Wahlkreis dann kaum Zeit. Franziska spricht, so denke ich, die Jugend sehr gut an. Das ist eine Chance. Eine weitere Chance versprechen sich die SozialdemokratInnen im ganz echten Norden bei der Aufstellung der Landesliste für den Bundestag. Ich denke Platz 5 ist da möglich und damit die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Franziska dem Kreis Schleswig Flensburg und der Stadt Flensburg eine sozialdemokrtische Stimme im Bundestag gibt.

Die Kropper GenossInnen freuen sich auf den Wahlkampf und werden Franziska nach Kräften unterstützen. Hoffentlich wird es möglich sein, Wahlveranstaltungen für die Bevölkerung in Präsens zu veranstalten. Der schon traditionelle Termin am Freitag vor der Wahl auf dem Wochenmarkt steht zumindest bei uns schon im Kalender.

Arne Mumm

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